Symptomatik

Kritische Lebensereignisse, traumatische Erfahrungen oder chronische psychische Belastungen können die Ursache oder der Auslöser für eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) sein.

Das syndromale Störungsbild ist geprägt durch sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma (Intrusionen) oder Erinnerungslücken (Bilder, Albträume, Flashbacks, partielle Amnesie), Übererregungssymptome (Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, vermehrte Reizbarkeit, Affektintoleranz, Konzentrationsstörungen), Vermeidungsverhalten und emotionaler Taubheit (allgemeiner Rückzug, Interessenverlust, innere Teilnahmslosigkeit).

Behandlungsansatz

In der ersten Therapiephase steht neben der gründlichen Diagnostik die Stabilisierung des Betroffenen im Vordergrund. Bei ausreichender Stabilität folgt darauf die traumafokussierte Konfrontation mittels unterschiedlicher Methoden (z. B. EMDR, Bildschirmtechnik, geführtes Nacherleben).

Häufige Fragen

Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung?
Eine PTBS ist eine Reaktion auf ein oder mehrere stark belastende Ereignisse. Typisch sind sich aufdrängende Erinnerungen, Albträume, erhöhte Anspannung, Vermeidung von Auslösern und emotionale Taubheit. Sie ist diagnostisch klar gefasst und behandelbar.
Wie lange nach einem Trauma kann eine PTBS noch entstehen?
Symptome können unmittelbar nach dem Ereignis auftreten, oft beginnen sie aber erst Wochen oder Monate später. Auch bei einer verzögerten Manifestation ist eine Behandlung wirksam und sinnvoll.
Was bedeutet Stabilisierung in der Therapie?
Bevor wir mit der Traumaerinnerung arbeiten, stärken wir Ihre Fähigkeit, mit belastenden Gefühlen umzugehen. Das umfasst Wissen über Traumareaktionen, Atem- und Distanzierungsübungen, Ressourcenarbeit und einen sicheren therapeutischen Rahmen.
Welche Methoden setzen Sie in der Traumakonfrontation ein?
Je nach Eignung kommen unter anderem EMDR, die Bildschirmtechnik und das geführte Nacherleben zum Einsatz. Die Methode wählen wir gemeinsam, abhängig von Art und Anzahl der traumatischen Ereignisse und Ihrer Stabilität.
Lässt sich ein Trauma überhaupt aufarbeiten?
Das Erlebte verschwindet nicht, doch sein emotionales Gewicht und seine Wirkung auf den Alltag lassen sich deutlich reduzieren. Viele Betroffene erleben nach abgeschlossener Therapie, dass die Erinnerung zwar bleibt, jedoch nicht mehr beherrschend wirkt.

Kontakt

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