Symptomatik

Wird die Diagnose gestellt, leiden Betroffene meist seit vielen Monaten unter der Symptomatik physischer Erkrankungen und chronischer Schmerzen, ohne dass diese körperlich begründbar sind.

Nicht nur der lange und komplizierte Patientenweg, sondern auch die vielen negativen Untersuchungsergebnisse und die erhöhte Alltagsbelastung im sozialen, interpersonalen und familiären Raum prägen das Leben der Betroffenen enorm: Sie leben in ständiger Sorge um ihr Leben und ihre Gesundheit.

Behandlungsansatz

In der Behandlung geht es vor allem um die Aufdeckung individueller Zusammenhänge von psychischen Faktoren und körperlichen Symptomen. Die Stärkung vorhandener Ressourcen, ein adäquates Stressmanagement, die Anpassung des individuellen Gesundheitsbegriffs sowie der Abbau des Schon- und Rückzugsverhaltens sind wesentliche Behandlungsziele.

Häufige Fragen

Sind die körperlichen Beschwerden eingebildet?
Nein, die Beschwerden sind real und werden tatsächlich gespürt. Bei somatoformen Störungen lassen sich aber die Symptome nicht durch eine körperliche Ursache hinreichend erklären. Stattdessen wirken psychische Faktoren auf das körperliche Erleben.
Wann sollte man an eine somatoforme Störung denken?
Wenn körperliche Beschwerden über Monate bestehen, mehrere medizinische Untersuchungen ohne eindeutigen Befund geblieben sind und der Leidensdruck den Alltag prägt. Eine sorgfältige ärztliche Abklärung sollte immer vorausgehen, bevor eine psychotherapeutische Behandlung beginnt.
Was bedeutet Schon- und Rückzugsverhalten?
Aus Angst vor Schmerz oder Verschlechterung vermeiden Betroffene zunehmend Aktivitäten, Belastung und soziale Kontakte. Kurzfristig wirkt das entlastend, langfristig fördert es Inaktivität, Muskelabbau und sozialen Rückzug und verstärkt die Symptomatik.
Wie lange dauert die Behandlung?
Häufig zwischen 25 und 60 Sitzungen, abhängig von Schmerzdauer, Beeinträchtigung im Alltag und Begleiterkrankungen. Bei langer Vorgeschichte ist mit einem mehrmonatigen Behandlungsverlauf zu rechnen.
Brauche ich vorher eine ärztliche Abklärung?
Ja, eine somatoforme Störung wird erst nach gründlicher medizinischer Untersuchung diagnostiziert. Wir arbeiten ergänzend zur ärztlichen Betreuung und stimmen uns bei Bedarf mit Ihren behandelnden Ärztinnen oder Ärzten ab.

Kontakt

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