Symptomatik

Etwa ein Drittel der Erwachsenen leidet regelmäßig unter Ein- und Durchschlafstörungen. Die Folgen sind gravierend und reichen von Erschöpfung und Müdigkeit bis hin zur Schwächung des Immunsystems und verminderter Stressresistenz.

Der Leidensdruck ist hoch, da der Alltag durch die nächtlichen Schlafstörungen und die damit verbundene Müdigkeit oft nicht mehr gemeistert werden kann. Die Angst davor, wieder nicht schlafen zu können, lässt Betroffene schnell in einen Teufelskreis geraten, der sowohl körperliche als auch psychische Spuren hinterlässt.

Behandlungsansatz

Im Rahmen einer Verhaltenstherapie werden Informationen zu Schlafstörungen vermittelt, individuelle Auslöser eruiert und Strategien zur Verbesserung des Schlafes erarbeitet.

Häufige Fragen

Ab wann spricht man von einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung?
Wenn Sie mehrmals pro Woche über mindestens einen Monat schlecht ein- oder durchschlafen und tagsüber unter Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder Reizbarkeit leiden, ist das ein deutliches Signal. Spätestens wenn der Alltag spürbar leidet, lohnt sich eine Therapie.
Was unterscheidet Ein- von Durchschlafstörungen?
Bei Einschlafstörungen brauchen Sie regelmäßig mehr als 30 Minuten zum Einschlafen. Bei Durchschlafstörungen wachen Sie nachts mehrfach auf und finden nur schwer zurück in den Schlaf. Beide Formen können einzeln oder kombiniert auftreten und reagieren gut auf Verhaltenstherapie.
Welche Methoden setzen Sie ein?
Die kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (CBT-I) ist die wirksamste nicht-medikamentöse Methode. Bausteine sind Wissen über gesunden Schlaf, Reizkontrolle, Schlafrestriktion, der Umgang mit Sorgen und das Auflösen ungünstiger Gedankenmuster zum Thema Schlaf.
Wie lange dauert eine Therapie bei Schlafstörungen?
Verhältnismäßig kurz: häufig zwischen acht und sechzehn Sitzungen. Erste Verbesserungen zeigen sich oft schon nach wenigen Wochen, wenn die ersten Verhaltensänderungen konsequent umgesetzt werden.
Sind Schlaftabletten eine Lösung?
Schlaftabletten können kurzfristig entlasten, beheben aber die Ursache nicht und bergen das Risiko der Gewöhnung. Verhaltenstherapie wirkt nachhaltig, weil sie die zugrunde liegenden Muster verändert. Eine vorübergehende medikamentöse Unterstützung kann sinnvoll sein und wird ärztlich verordnet.

Kontakt

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